FAQ

Häufig Gestellte Fragen

  1. Wie funktioniert ein Thyristor-Stromrichter?

  2. Wann sollte eine Phasenwinkelsteuerung verwendet werden und wann eine Nulldurchgangsteuerung?

  3. Welche Vorteile bieten Thyristor-Stromrichter gegenüber mechanischen Schaltschützen?

  4. Wie sollte ein Stromrichter abgesichert werden?

  5. Wie hoch ist die Wärmeentwicklung eines Thyristor-Stromrichters?

  6. Mit welchen Steuersignalen werden Thyristor-Stromrichter betrieben?

  7. Können parallele Lasten an einen Stromrichter angeschlossen werden?

  8. Welche Sicherungsgröße sollte für eine 1-phasige Last mit 30 A gewählt werden?

  9. Erzeugen Stromrichter Oberschwingungen (Harmonische) auf Stromleitungen?

  10. Welchen Effekt haben Oberschwingungen und sollten sie Anlass zur Sorge geben?

  11. Werden die Stromrichter von einer nationalen Prüfbehörde geführt oder zugelassen?

  12. Wie kann eine Lastminderung bei Thyristor-Stromrichtern von Control Concepts, Inc. erreicht werden?


Wie funktioniert ein Thyristor-Stromrichter?

Stromrichter mit Phasenwinkelsteuerung funktionieren wie ein Lichtdimmer. Die Belastungsspannung wird verändert, indem die Zeit, während der in jeder Halbwelle Spannung an die Last anliegt, geändert wird.

Die Nulldurchgangsteuerung entspricht in der Funktionsweise einem sehr schnellen Schaltschütz, der den Kontakt nur am Anfang einer Halbwelle schließt und immer am Ende einer Halbwelle unterbricht.

Wann sollte eine Phasenwinkelsteuerung verwendet werden und wann eine Nulldurchgangsteuerung?

Eine Phasenwinkelsteuerung kann zur Regelung beliebiger Lasten verwendet werden. Sie muss aber unbedingt zum Betrieb von transformator-gekoppelten Lasten und schnell heizenden Lasten wie Lampen verwendet werden.

Die Nulldurchgangsteuerung zeichnet sich dadurch aus, dass sie kostengünstiger und etwas zuverlässiger ist und weitaus weniger Oberschwingungen erzeugt als Phasenwinkel-Stromrichter.

Welche Vorteile bieten Thyristor-Stromrichter gegenüber mechanischen Schaltschützen?

  • Unendlich feine Auflösung

  • Kein interner mechanischer Verschleiß

  • Häufig kostengünstiger

  • Spannungskompensation, Strombegrenzung und Überstromschutz können bei der Konstruktion von Thyristor-Stromrichtern implementiert werden.

Wie sollte ein Stromrichter abgesichert werden?

Control Concepts, Inc. empfiehlt die Verwendung einer Sicherung der Klasse T zur Absicherung eines Thyristors. Control Concepts, Inc. konnte beobachten, dass Sicherungen der Klasse T einen geeigneten Mittelweg zwischen zuverlässiger Absicherung und vorzeitigem Sicherungsausfall bilden.

Wie hoch ist die Wärmeentwicklung eines Thyristor-Stromrichters?

Etwa 1,2 Watt pro Ampere, geschaltet pro Thyristor-geregelter Leitung.

Mit welchen Steuersignalen werden Thyristor-Stromrichter betrieben?

Alle herkömmlichen Steuersignale der verschiedenen Temperaturregler und PLC-Ausgänge wie analoge Signale 4 mA to 20 mA, 0 VDC to 5 VDC, 0 VDC to 10 VDC, Potentiometer und ein/aus 3 VDC to 32 VDC, 0 VDC to 24 VDC, 0 VAC to 120 VAC oder 0 VAC to 240 VAC.

Andere Steuersignale sind verfügbar, um Kompatibilität mit älteren Steuersignalen wie 2 mA to 12 mA, 12 mA to 20 mA, und 1,2 VDC to 6 VDC herzustellen.

Für unsere Stromrichter sind ebenfalls die folgenden Feldbus-Schnittstellen verfügbar:

  • DeviceNet (ODVA-zertifiziertes DeviceNet)
  • Modbus RTU (RS-485)
  • Modbus TCP (Ethernet)
  • ProfiNet (Ethernet)
  • EtherNet/IP (Ethernet)

    Können parallele Lasten an einen Stromrichter angeschlossen werden?

    In den meisten Fällen ja, so lang die Gesamtlast nicht die Nennbelastung des Thyristor-Stromrichters überschreitet.

    Welche Sicherungsgröße sollte für eine 1-phasige Last mit 30 A gewählt werden?

    Die Größe der Sicherung sollte so gewählt werden, dass sie 25 % über dem Volllaststrom liegt. Im genannten Fall sollte der Thyristor-Stromrichter bei 40 A mit einer flinken Sicherung vom Klasse T oder schneller abgesichert werden.

    Erzeugen Stromrichter Oberschwingungen (Harmonische) auf Stromleitungen?

    Ja, sie erzeugen Oberschwingungen auf Stromleitungen.

    Ein Stromrichter mit Nulldurchgangsteuerung erzeugt Oberschwingungen unter 50/60 Hertz.

    Stromrichter mit Phasenwinkelsteuerung erzeugen Oberschwingungen über 50/60 Hertz, wobei die stärksten Verzerrungen bei 1-phasigen Stromrichtern in der dritten, fünften und siebten Oberschwingung auftreten. Bei 3-phasigen Stromrichtern mit Phasenwinkelsteuerung werden die dritte sowie Vielfache der dritten Harmonischen nicht erzeugt.

    Welchen Effekt haben Oberschwingungen und sollten sie Anlass zur Sorge geben?

    Oberschwingungen können zur Überhitzung von induktiven Komponenten wie Transformatoren, Motoren etc. führen. In der Praxis tritt dieses Problem jedoch kaum auf.

    Werden die Stromrichter von einer nationalen Prüfbehörde geführt oder zugelassen?

    Die meisten von Control Concepts, Inc. hergestellten Stromrichter werden von den Underwriters Laboratories gemäß UL- und CSA-Normen geprüft und tragen das UL- und CUL-Prüfzeichen. Einige andere Stromrichter erhielten ein CE-Zertifikat durch den TÜV Amerika.

    Wie kann eine Lastminderung bei Thyristor-Stromrichtern von Control Concepts, Inc. erreicht werden?

    Im Gegensatz zu den meisten Stromrichtern anderer Hersteller, bei denen eine Lastminderung schon ab einer Umgebungstemperatur von 25 °C erforderlich wird, können unsere Stromrichter bis zu einer Temperatur von 55 °C mit der vollen Nennlast betrieben werden. Aus diesem Grund ist eine Lastminderung in den meisten Fällen nicht notwendig. Beachten Sie die Kosteneinsparung: Im Falle der meisten Stromrichter müssten Sie zur Steuerung einer Last von 120 A bei 55 °C einen Stromrichter für 200 A bestellen (aufgrund der Lastminderungskurve). Wenn Sie einen unserer Stromrichter verwenden, können Sie einen Stromrichter für 120 A nutzen, um eine Last von 120 A ohne Überhitzung oder einem frühzeitigen Ausfall zu regeln.